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| Amelanchier lamarckii - die weiße Pracht der Kuperfelsenbirne |
Jetzt, Mitte April, kann man sie wieder überall weiß erblühen sehen - die Kupferfelsenbirne. Zeit sich einmal etwas näher mit diesem besonderen Ziergehölz zu beschäftigen
Die Kupferfelsenbirne, lateinisch Amelanchier lamarckii, entwickelt sich mehr und mehr zu einem klassischen "Allrounder" in Privatgärten und städtischen Freiräumen. Dies verdankt sie ihrer Robustheit und dem schönen Wuchs, der ohne jeglichen Pflegeschnitt auskommt. Ihr Habitus zeichnet sich dabei durch eine elegant abgeflachte Krone aus, die insbesondere zur Blütezeit keinen Vergleich mit Magnolien oder Zierkirschen zu scheuen braucht.
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| Die zarten Blüten der Kupferfelsenbirne - zum Starten der Fotostrecke auf das Bild klicken |
Anspruchslose Schönheit ohne Allüren
Der im Deutschen als Korinthenbaum bezeichnete Strauch verträgt zeitweilige Staunässe eben so gut wie Trockenheit oder extremes Stadtklima, aber auch starker Wind oder Frost können ihm kaum etwas anhaben. Einzig genug Sonne und Platz sollte man ihm gönnen, damit er seine Schönheit vollends entfalten kann.
Schneiden lässt sich die Felsenbirne gut, da sich aber an der Schnittstelle neue Triebe bilden, die das natürliche Wuchsbild stören können, raten wir eher davon ab. Bei einer durchschnittlichen Wuchshöhe von 3-5 Metern - unter günstigen Bedingungen maximal bis zu 10 Meter - sollte also gut bedacht werden, wo sie gepflanzt wird.
Ein Strauch für alle Jahreszeiten
Auf die üppige weiße Blüte im April folgt im Hochsommer die violettfarbene Frucht, Korinthe genannt. Nur wenige wissen, dass die Früchte essbar sind und sich gut für Marmeladen oder Chutneys eignen. Vom Aussehen und Geschmack lassen sie sich am ehesten mit der Blaubeere vergleichen, sind jedoch etwas zarter und süßer. Vögel lieben die Früchte und im Frühjahr stellen die Blüten eine wichtige Nahrungsquelle für die ersten Bienen dar.
Die länglichen Blätter sind im Frühling nach dem Austrieb rötlich und werden erst nach und nach grün. Im Herbst verfärben sie sich wieder ins Orangerote und bilden dann ein prachtvolles Farbensemble, das nur von wenigen Sträuchern übertroffen wird. Selbst im Winterzustand ist dieser Strauch aufgrund seines mehrtriebigen eleganten Wuchses auch ohne Blätter noch eine Bereicherung für jeden Garten.
Wo pflanzen?
Als Solitärgehölz, ob auf der Wiese oder im Beet, eignet sich die Felsenbirne hervorragend. Doch auch in Gruppen von 2-3 Sträuchern oder als (nicht ganz blickdichte) Hecke macht sie, gerade zur Blütezeit oder im Herbst, einen imposanten Eindruck. Hierbei sollte aber auf einen ausreichenden Pflanzabstand von ca. 2-3 Metern geachtet werden.
Ob modern oder klassisch, schlicht oder opulent - die Felsenbirne besitzt neben all ihren Eigenschaften auch eine zeitlose Ästhetik, mit der sie sich ungeachtet aller Moden, in (fast) jeden Gartentyp integrieren lässt.
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